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Auszeichnung:
2. Preis Dekalog-Filmpreis der Guardini-Stiftung, Berlin
Nominierung Produzentenpreis Sehsuechte, Sehsüchte Internationales Studentenfilmfestival, Potsdam
Best Short Film & Best Art Direction, VIFF Vienna Independent Film Festival, Wien

Jurybegründung Dekalog-Filmpreis:
"Den zweiten Preis hat die Jury einem Beitrag mit dem vieldeutigen Titel „Nach der Wahrheit“ zuerkannt. Die Arbeit des an der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg studierenden Nicolas Ehret entwickelt mit verstörend schönen Bildern (die zuweilen an Tarkowskij oder Lars van Trier erinnern), aber auch mit in ihrem Realismus schockierenden Szenen ein komplex aufgebautes Beziehungs- und Familiendrama. „Nach der Wahrheit“ macht somit einmal mehr deutlich, welch universaler Sinngehalt diesem Sechsten Gebot zu Grunde liegt. Nicht ohne Raunen und Pathos, dabei aber doch äußerst sorgsam inszeniert und das auch mit dem Mut zu einem „eigenzeitlichen“ Erzählrhythmus schildert der Film die Folgen eines Ehebruchs in Zeiten des Krieges/des Nachkrieges, eines Ehebruchs, der nicht zu verarbeiten war in der Einöde und der Verlassenheit einer verlorenen Generation. Dies wird betont mit raffinierten Stilmitteln: viel Dunkelheit und ein sorgsam ausgewähltes Licht/Gegenlicht. Auch hier versagt sich der Film implizit jeglicher Hoffnung."
Auszug von der Laudatio von Corinna Kirchhoff, Juryvorsitzende
27. November 2015, Villa Elisabeth Berlin -
Hier geht es zur ganzen Laudatio

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Joseph kehrt von der Front des Ersten Weltkrieges zurück und findet heraus, dass seine Frau Dorothea und sein jüngerer Bruder Raimund in der Zwischen zeit ein Verhältnis hatten und seine Frau ein Kind gebären wird. Er weiß, dass das Kind nicht sein eigenes sein kann, entschließt sich aber, sein Wissen darüber für sich zu behalten, um nicht zu riskieren, seine Frau zu verlieren. Sieben Jahre lang zieht er das Kind als sein eigenes groß, die Ehe zu seiner Frau jedoch zerrüttet nach und nach unter dem Schweigen und den gelebten Lügen. Auch Dorothea erkrankt unter der Last und hört schließlich ganz auf zu sprechen.



Der Film beginnt, als Joseph erkennt, dass Dorotheas sicherer Tod bevor steht. Kein Wort der Aussöhnung, keine Klärung. Doch in Joseph regt sich das Verlangen, nun endlich die Wahrheit über sie und Raimund zu erfahren, bevor es zu spät ist. Es kommt zur Auseinandersetzung der Brüder und Schicht um Schicht tragen sich Lügen und Wahrheiten ab und holen seit den Kindertagen lang vergessene Gefühle ans Tageslicht. Aus der Distanz des Schweigens entsteht durch die Aussprache eine zaghafte Annäherung der beiden Brüder. Doch manche Wahrheiten haben einen hohen Preis, den zu zahlen sie vielleicht noch nicht bereit sind.

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  Nach der Wahrheit

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